Das Prager VT'chen soll weiter in alter Form fahren (m. 1 Link)
#1
Guten Mittag werte Leser,

es soll weitergehen - Beitrag vom heutigen 25.02. - "308 Kronen pro km mit einem Wagen aus dem Jahr 1959. Die "Kredenc" soll weiter über den Prager Semmering fahren, meinen die Vertreter".
  • Prag will auf der Trasse des "Pražský motoráček" den gleichen Wagentyp erhalten, das Beenden des Betriebs der Retrolinie haben die Vertreter abgelehnt
  • 10 Monate vor dem Ende des Vertrages mit der Gesellschaft KŽC Doprava für den Betrieb des sogenannten "Pražský motoráček" hat der Organisator der öffentlichen Verkehrs in Prag, ROPID, begonnen seine Zukunft zu behandeln
  • wer und für wie viel die Fahrten mit dem VT aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts über die Strecke des sogenannten Prager Semmerings betreiben wird, werden die nächsten Monate zeigen
  • der Betrieb der historischen VT der Reihe 831 mit Spitznamen wie "Kredenc" wird dieses Jahr gemäß Nachtrag zum Vertrag auf 6,4 Mio. Kronen kommen
  • der Preis pro km Fahrt zwischen dem Hbf und Zličín erreicht dieses Jahr 308 Kronen
  • bei den Verhandlungen mit dem Verkehrsausschuss hat ROPID ein Material mit drei Versionen der Zukunft des "Pražský motoráček" vorgestellt
  • die erste Version rechnete mit einem neuen Zehnjahresvertrag , die zweite auf 5 Jahre mit einer Option auf weitere 5 Jahre
  • die letzte Möglichkeit ist es ihn abzuschaffen
  • die Auswahl des Betreibers soll per Direktvergabe laufen, auf Basis einer Marktanfrage
  • dabei ist nicht klar, warum ROPID die Zukunft des Betreibers der Züge so spät vor dem Vertragsende zu behandeln beginnt
  • die späte Auswahl spielt vor allem den bestehenden Betreiber in die Karten (frei)
  • Petr Tomčík, Direktor von ROPID: „Im Hinblick auf den spezifischen Betriebs der nostalgischen Fahrzeuge würden wir empfehlen zur Direktvergabe zu schreiten. Wir würden mindestens drei Betreiber ansprechen, die über diesen Fahrzeugtyp verfügen."
  • zur Marktanfrage können auch alternative Angebote kommen
  • dieses Vorgehen ist laut ihm auch mit Blick auf den kleinen Umfang des Betriebs geeignet
  • in Tschechien haben diesen Wagen ggw. nur die ČD, in ihrem Zentrum der historischen Fahrzeuge in Lužná, und der Klub der Schienenfahrzeugfreunde Brno
  • 830er Wagen haben mehr Betreiber
  • der Ausschuss hat auf Vorschlag des Vertreters und Bürgermeisters von Prag 13, David Vodrážka (ODS), darüber abgestimmt, dass man die Möglichkeit den VT abzuschaffen streicht
  • den Vorschlag haben die Mitglieder des Ausschusses unterstützt und so der Führung der Stadt empfohlen, dass diese Variante überhaupt nicht diskutiert wird
  • im Jahr 2010 erlangte die Gesellschaft KŽC Doprava den Auftrag ohne irgendeinen Wettbewerb, später bekam sie einen weiteren Vertrag - erneut ohne Vergleich mit Angeboten der Wettbewerber
  • Prag zahlt, auf Basis eines Vertrages, den die Region in einer Zeit abschloss, als die Bewegung ANO 2011 sie führte, der gleichen Firma weiterhin Geld für den Betrieb der Linien vom Masaryk Bahnhof nach Čakovice und weitere Verbindungen von Prag in die Region Mittelböhmen 
  • in allen Fällen handelte es sich im direkte Vergaben ohne Wettbewerb
  • im Material gibt ROPID zu, dass der Risikofaktor des Betriebs einer solchen Linie der hohe Preis pro km ist
  • ein Risiko ist aber auch die Notwendigkeit der Installation von ETCS in so einen alten VT, was den Preis noch erhöhen sollte
  • das Verkehrsministerium hat es KŽC Doprava schon für einen Teil seiner historischen Fahrzeuge versprochen
  • der Staat hat den Betreibern über eine Mrd. Kronen für ETCS verteilt, die Zuwendungen werden auch in Sicherung der 70 Jahre alten  VT gehen
  • den Betrieb des "Pražský motoráček" will die Hauptstadt finanzieren, auch wenn man langfristig versucht die Emissionen des öffentlichen Verkehrs zu senken und Mrd. Kronen in die Elektrifizierung des Betriebs gehen
  • der Sprecher von ROPID, Filip Drápal , gab ab, dass der Betrieb des "Pražský motoráček" neben der normalen verkehrlichen Bedienung Prags gleichzeitig zur Befriedigung der Kultur-, Erholungs- und Gesellschaftsbedürfnisse dient
  • Herr Drápal: „In diesem Fall ist die Nachfrage der Fahrgäste direkt an den Einsatz eines Fahrzeugs der geforderten Reihen geknüpft. Eine eventuelle Einsparung aus der Abschaffung dieser konkreten Linie ist im Vergleich zu den massiven Investitionen, die Prag in die reinen Verkehre einbringt, absolut vernachlässigbar. "


Link zu Zdopravy

Grüße vom

Prellbock
Folgende Nutzer haben sich bei Prellbock für diesen Beitrag bedankt:
  • 2613
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste