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Wer des Rätselns noch nicht müde ist, kann sich an dem Brocken versuchen.
Es ist Anfang April, der Vorfrühling hat das Land im Griff. Im Bergland liegen noch die Reste eines ergiebigen Winters.
Das Büblein, das sich gerade fürbass und barfuß aus dem Bilde schleicht, ist nicht mein Tramperkommilitone. Er ging seiner eigenen Geleise und wurde vom Triebfahrzeugführer gnädig und ohne ihn über den Haufen zu fahren zwischen den Stationen aufgelesen. Mein Ersuchen nach einem Stempelabdruck beantwortete der Triebwagenführer mit der Übergabe eines jungfräulichen, paganierten Durchschreibeblocks (siehe Titel) - Vordruck ČSD – D 3 321. Was anderes fand sich in der verwaisten Bahnhofskanzlei nicht. In einer trüben Stunde hat der letzte Betriebsassistent mehr oder weniger sauber den Bahnhofsstempel auf 150 Seiten an der Stelle "razítko dopravny" draufgesetzt. Ich sollte wohl langsam daran denken, den Block Blatt für Blatt als Einkaufs- oder Merkzettel einer sinnvollen Verwendung zuzuführen, sonst landet er ja doch nur im Container.
Im tschechischen aukro kann der Interessent zur Zeit für 20 Kč einen solchen Block erwerben.
Grüße zur Nacht
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(09.04.2023, 00:33)astrachan schrieb: Wer des Rätselns noch nicht müde ist, kann sich an dem Brocken versuchen.
Versuch Nr.1: Ist es ein Endbahnhof im einst schlesischen Gefilde?
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(09.04.2023, 03:03)Alois Nebel schrieb: Versuch Nr.1: Ist es ein Endbahnhof im einst schlesischen Gefilde?
Hallo Alois (und natürlich Rätselgeber astrachan),
das war auch mein erster Gedanke. Es wäre dann (um genauer zu sein) ein ehemaliger Durchgangsbahnhof im tschechischen Schlesien mit gar spärlicher Andienung.
Ahoj
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Das kam mir auch in den Sinn - für den Berufsverkehr gänzlich unbrauchbar : https://www.spravazeleznic.cz/documents/...08e8e9088a
Allerdings kann ich bei mapy.cz den Güterschuppen und das Silo im Hintergrund nicht entdecken - aber vielleicht wurden die Gebäude inzwischen abgerissen.
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(09.04.2023, 10:44)AAW schrieb: Hallo Alois (und natürlich Rätselgeber astrachan),
das war auch mein erster Gedanke. Es wäre dann (um genauer zu sein) ein ehemaliger Durchgangsbahnhof im tschechischen Schlesien mit gar spärlicher Andienung.
Dann rätseln wir aber über verschiedene Bahnhöfe.
Der von mir vermutete, noch heute mit dem Schlesien im Namen, war nie ein Durchgangsbahnhof.
Allerdings finde ich auch für ihn das Speichergebäude nicht mehr auf den Luftbildern seit 2003: https://de.mapy.cz/s/fohocefato Der Güterschuppen ist in wesentlich schlechteren Zustand und im linken Hintergrund müsste eigentlich wesentlich mehr Bebauung zu sehen sein. Passt mein Tipp ins Grüne trotzdem?
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Naja, interessant für mich als Psycho:
Alle Beteiligten haben einen konvergierenden Gedanken, sprechen aber mutmaßlich nun doch von 3 verschiedenen Bahnhöfen.
Ich sags mal mit der klugen Bauerstochter: Es ist ein Endbahnhof und es ist kein Endbahnhof.
Ihr, die Ihr die Kenner der Bahn und des Netzes seid, waret Ihr denn selber schon mal an den gemuteten Haltestellen?
Wir kriegen es schon noch raus.
Grüße
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.04.2023, 23:43 von AAW.)
(09.04.2023, 20:47)Alois Nebel schrieb: Dann rätseln wir aber über verschiedene Bahnhöfe.
Dem ist wohl so.
Mein Bauchgefühl trägt kein Schlesien im Namen, auch wenn es in Tschechisch-Schlesien liegt, gar nah an den einstigen mährischen Enklaven.
(09.04.2023, 22:56)astrachan schrieb: Ihr, die Ihr die Kenner der Bahn und des Netzes seid, waret Ihr denn selber schon mal an den gemuteten Haltestellen?
In meiner Mutmaßung war ich vor 1 oder 2 Sommern. Deswegen kam mir der Bahnhof auch recht schnell (also ohne viel Recherchement) in den Sinn. Nur verglichen mit meinen Aufnahmen habe ich es bis dato noch nicht. Wird auch nichts vor (((über)über)über)morgen ...
Zitat:Es ist ein Endbahnhof und es ist kein Endbahnhof.
Das hört sich dann aber eher nach einem spitzen Besen an ...
Ahoj
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(09.04.2023, 23:37)AAW schrieb: In meiner Mutmaßung war ich vor 1 oder 2 Sommern. ... Nur verglichen mit meinen Aufnahmen habe ich es bis dato noch nicht. ...
Da fiel mir ein, daß das doch der Tag war, von dem die angefertigten Bilder "verschütt gingen". Nur das eine, was ich direkt an dem Tag bearbeitet hatte, fand bereits den Weg ins gelbe Nachbarforum.
Daher mußte doch eine Netzzrecherche Abhilfe schaffen, für die eine Bahnfahrt Raum gibt. Diese brachte für mich sogar Gewißheit. Denn ein solcher außen (nachträglich?) an den Güterschuppen angebauter, irgendwie unpassend und fragil wirkender Schornstein dürfte jetzt nicht sooo oft vorkommen.
Der Zug ist aus dem Rücken des Fotografen eingefahren und hat dabei das Empfangsgebäude auf Höhe der Einfahrweiche rechts liegen (stehen) lassen. Der Bahnhof liegt nach einer recht starken Steigung aus dem Tale herauf und wird m.E. noch im Güter-(?), mindestens aber im Saisonverkehr (Ende Mai bis Ende September) angefahren. Die Weiterführung in eine Bergstadt wurde vor Jahrzehnten aufgegeben.
Und das markante Gebäude im Hintergrund konnte auch noch ausgemacht werden, wohl eine (ex-)BHG ( für Leser aus gebrauchten Gefilden oder dem südöstlichen Reich: Raiffeisenmarkt). Wsl. ist/war das der bediente Güterkunde. Befahren sah das Ladegleis (meine ich mich zu erinnern) nicht wirklich aus.. Es trägt die Hausnummer 198 des zum Bahnhof gehörenden (oder umgekehrt) Ortes und ist damit 45 Häuser jünger als das EG selbst.
Vlt. kann sich jemand einen Reim auf obige Zeilen machen, sonst wäre ich in ein paar Tagen so frei, den Herrn Mann (o.s.ä.) zu machen ...
Ein bewegtes ahoj (da aus dem Zuge)!
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.04.2023, 20:31 von wxdf.)
unser kluger Schelm will darauf hinaus
Laut Bildfahrplan fährt zwischen 6 und 8 Uhr ein Zugpaar 76020/21 - könnte ein Bedarfs-Manipulierzug sein.
Gruß aus Weixdorf vom Bahnsteig
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Nach den Tipps unserer beiden Streckenkundeprofis kann ich mit zwei "Express-Bildern" lösen:
![[Bild: X-CZ_Svobodne-Hermanice_2020-07-25_01.JPG]](https://bahnhof-oschatz.de/900/X-CZ_Svobodne-Hermanice_2020-07-25_01.JPG)
Da ist inzwischen einiges an "Unkraut" in die Bahndammhöhe geschossen.
(Nur gut, daß immerhin die Bilder das Jahres 2020 schon halbwegs archiviert sind.)
Grüße an die "Bauernschlaue"!
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.04.2023, 00:19 von AAW.)
Hallo zusammen,
genau diesen freien Ort meinte ich. Danke für die Beweisbilder!
(11.04.2023, 19:12)AAW schrieb: ... Nur das eine, was ich direkt an dem Tag bearbeitet hatte, fand bereits den Weg ins gelbe Nachbarforum.
Wer mag kann das Feld- und Wiesenbild hier raussuchen. Es wurde noch unterhalb der großen Steigung zum gesuchten, heutigen Endbahnhofe angefertigt. Das war ein Streß und ein Bibbern. Zum Glück war die große Fotowolke wieder verschwunden, als der Zug ein paar Minuten verpätet passierte.
Aber Achtung: Wer Straßenbahnen aus Bummeln, Mähren und darüber hinaus nicht mag, dem sei von der Lektüre abgeraten!
Ein (gleich nicht mehr über) einstündiger (Verspätungs-)Grüß!
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(11.04.2023, 23:05)AAW schrieb: Aber Achtung: Wer Straßenbahnen aus Bummeln, Mähren und darüber hinaus nicht mag, dem sei von der Lektüre abgeraten!
Mögen? Beachten? Ignorieren? Verschiedene Stadien der Hobbyausübung...
Daher sah ich diese Beiträge aus dem vergangenen Jahr heute zum ersten Mal. Aber die französische "Straßenbahn" ist natürlich ziemlich einmalig und wohl auch unwiederholbar an dieser Stelle. Danke für´s Dokumentieren!
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Der Zuschlag geht an AAW, der, wohl zunächst von spitzen Zweifeln besessen, am ehesten begriff, das das Rennen um den einstigen Unterwegsbahnhof und späteren Endbahnhof Svobodné Heřmanice läuft.
Jindříchovice p. S. ist es also nicht, auch wenn es das Bauerntochter-Rätsel erfüllt.
Alojsius vermutete zunächst einen Bahnhof mit "ve Slezku", denn Slezké Rudoltice ist ja auszuschließen.
Verrate er uns den Bahnhof! Jindříchov ve Slezku, Javorník ?
In den 1960ern begann das Bahntrassee zwischen Svobodné Heřmanice und Horní Benešov infolge der Bergbautätigkeit im wörtlichen Sinne zu wackeln, am 5. Juni 1970 wurde der Zugbetrieb beendet. Irgendwann wackelte aus betrieblichen Gründen auch der Abschnitt Jakartovice-S.Heřmanice und der Nutzungswillige musste túchitg zirkeln, damit er an eines der wenigen wöchentlichen Zugpaare rankam. Das Fahrplanbeispiel zeigt den ab 1.6.1997 gültigen Plan, der aber noch im Jahresverlauf um mehrere Zugfahrten am Wochenende gekürzt wurde. Auf dem oberen Abschnitt blieb nur noch ein Fahrtenpaar freitags und sonntags am späten Nachmittag übrig. Zur Personenverkehrs-Einstellung der Gesamtstrecke im Frühjahr 2014 müsste der Abschnitt ab Jakartovice schon seit einigen Jahren bar jeglichen Personenverkehrs gewesen sein.
Das Rätselbild entstand vor mehr als 30 Jahren mit dem TW 9.
[/ur
Ich sollte nochmal die schöne Gegend besuchen.
Bei der Gelegenheit: Hat jemand Kenntnis zur Anschlussbahn von Kravaře ve Sl. zur Gipsgrube an der Bendamúhle bei Kobeřice.
Die große Güterbahnhofanlage in Kravaře und das auf aktuellen Luftbildern zu sehende, kilometerlange Anschlussgleis deuten auf einen (einst) sehr lebhaften Anschlussbetrieb hin.
Grüße astrachan
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(12.04.2023, 00:04)Alois Nebel schrieb: Mögen? Beachten? Ignorieren? Verschiedene Stadien der Hobbyausübung...
Hallo Niels,
du bist in dem Sprüchlein nicht eingeschlossen, das war mir bekannt.
Es gibt aber Hobbykollegen, die ihr Interesse starr nur auf die "große Eisenbahn" oder eben nur die Straßengebundene beschränken. An erstere ging der Hinweis ob der mittleren zweistelligen Zahl an Straßenbahnbilder im Verweis. Daher konnte ich mir dieses Augenzwinkerns nicht erwehren
Ahoj
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