Trosträtsel oT - XXVIII. oder XXIX.
#1
Nun werden potentielle Kenner oder Rätseler erst nach und nach zum Feierabend und zum Studium der neuesten Neuigkeiten in den Fora eintrudeln, um sich an der XXVIII. Edition der Rätselei zu versuchen oder auch nicht.

Der Fahrplanauszug aus dem Jahre 1977 zeichnet eine Bahnstrecke, die zwar außerhalb der (heutigen) slawischen Besiedlung liegt, aber deren Zentralbahnhof mit einstigem Triebwagen-Bahnbetriebswerk durch kommunalfürstliche Fügung in den nächsten Wochen noch einigen Zulauf erleben wird.

Man finde den Fehler in der Fahrplantabelle! Auch Du, Lojza!

Was hat der Metteur da wohl angerichtet.

[Bild: xxxdac85.jpg]
[Bild: ve2dp8.jpg]

Grüßle astrachan
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#2
Guten Morgen!

Ins Auge sticht mir natürlich der einzelne saisonale Schnellzug, der zu nächtlicher Stunde die sonst nur von Personenzügen bediente Strecke befuhr. Er erinnert mich an den damaligen Nachtschnellzug Bratislava - Prag, der über Vrbovce fuhr.

Und sonst? In der zweiten Tabelle ging bei der Kilometrierung eine "7" vergessen bei Prenzlau und bei den Anschlussstrecken gibt es Unterschiede zwischen der ersten und der zweiten Tabelle.

Viele Grüsse aus der Schweiz
Alex
[Bild: 51177889806_42ee64e42b_o.jpg]
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#3
Guten Morgen,

nein, das mal eine Typenstelle leer blieb, ist beim damaligen Fahrplandruck ein häufiger Fehler und hier auch nicht gemeint.
Und ja, die eingleisige, 50-km/h-Strecke mit ihren freien Valenzen wurde im Güterzugbetrieb als Entlastung für die damals auch wohl noch teils eingleisige Strecke Richtung Pasewalk-Stralsund genutzt.
Naja, und der Saison-Nachtzug passte eben auch über die Templiner Strecke.
In den FDGB-Ferienunterkünften in Templin war dann Ankunft ("check in" kannte ich nicht) früh um 5:00 h - haha.

Das ist es aber nicht. Hinweis: Die Absolventen, nicht die Studienabbrecher, der Fachrichtung Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, sind hier im Vorteil. Was kann man denn hier vergleichen?

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[Bild: zzyddy.jpg]
01 Die Karte zeigt den einstigen Bahnknotenpunkt mit den markanten Streckenverbindungen von Pasewalk nach Templin und von Angermünde nach Templin. Heute ist Prenzlau de facto nur noch ein Haltepunkt (mit Überholungsgleis). Von den Kleinbahnen nach Fürstenwerder und Klockow abgesehen, die bereits bis 1978 eingestellt wurden, wurde der Niedergang ab 1995 realisiert. Die Kleinbahnen nach Gramzow und Strasburg/Meckl und die Templiner Nebenbahn wurden dauerhaft abgehängt.

[Bild: z1kpcjh.jpg]
Am späten Nachmittag Februar 2018 - Prenzlau, das polabische Premyslaw, ging wie viele Städte östlich der Linie Neubrandenburg - Cottbus total zerstört aus den letzten Kriegswochen 1945 hervor. In den 1950er Jahren wurden im Stadtzentrum gefällige Wohn- und Gesellschaftsbauten errichtet, die später durch kleinstädtisch adaptierte Plattenbauten ergänzt wurden. Auch die zahlreichen, stadtbildprägenden Baudenkmale wurden beginnend ab Ende der 1940er wieder aufgebaut. So war die riesige Marienkirche bereits Mitte der 1970er Jahre äußerlich wieder hergestellt, blieb im Inneren aber noch über 20 Jahre leer. Das DDR-Ersuchen von 1985 an Olof Palme*) zur finanziellen Unterstützung der Kirchen-Reko blieb unbeantwortet.
Wenn Prenzlau heute nur nicht so eine arme Stadt in einer armen Gegend wäre.
Ist trotzdem 2 Stunden Aufenthalt wert.

Grüße von astrachan

*) mutmaßlich, da "die  Schweden" Generalauftragnehmer für einige oder zumindest einen Gesellschafts-Großbau waren.

Bildquelle: 2x ich, Nutzung der "Topographischen Regionalkarte 1/100000 Landkreis Uckermark" Ausgabe 2009
© Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg
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#4
Naja, die Station "Kreuzung" sollte wohl auch im zweiten Blättchen zur Ansiedlung Kreuzkrug gehören. Aber war das jetzt tatsächlich dein Rätsel?

Viele Grüße
Tobias
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#5
Nicht mehr und nicht weniger. Nicht jeder hat das Talent im Buchstabenwald das zu erkennen.
Müsste mal in anderen Kursbüchern nachschauen, ob die fehlerhafte Druckmatritze über längere Zeit verwendet wurde. Keine Ahnung, wie 1977 die Technologie war.
Zum Trosträtsel gibts den Trostpreis samt Glückwunsch und Grüße

[Bild: kreuzkrugfkirk.jpg]
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  • Der Bimmelbahner
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#6
Ich habe mir vor einigen Tagen wieder mal das großartige Ensemble von Marienkirche und Mitteltor in Prenzlau angesehn.
Der Zusammenhang zum DDR-Ersuchen nach finazieller Unterstützung zulasten Schwedens bestand darin, dass die Marienkirche 1632 Aufbahrungsort der Leiche Gustav II. Adolf von Schweden auf dem Wege von Lützen, seinem Todesort, über Weißenfels, Ort der Inaugenscheinnahme und Einbalsamierung der Leiche, nach Wolgast, wo die Leiche über ein halbes Jahr in der Nähe der Witwe Eleonora von Brandenburg verblieb, ehe sie dem Weitertransport nach Stockholm zur Endlagerung zustimmte.

[Bild: p1044451aq7ixb.jpg]
2022-11
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