Pesa wird 2-Richtungs-Straßenbahnen nach Košice liefern
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Pesa hält die Proteste von Skoda für eine Obstruktion.

Zum dritten Mal innerhalb der letzten fünf Monate wurde Pesa Bydhošt' zum Gewinner des Wettbewerbs für neue Tram in Košice erklärt. Ein weiterer Einspruch und Protest gegen den Sieg des polnischen Herstellers durch Škoda Transportation blieb erfolglos. Die Ausschreibung hat sich seit dem Frühjahr hingezogen, als Pesa mit einem Preis von 2,15 Millionen Euro pro Straßenbahn zum Sieger des Wettbewerbs um neue Straßenbahnen für die ostslowakische Hauptstadt erklärt wurde.

Insgesamt erhielt das Unternehmen bei der Bewertung 97,92 Punkte. Das in Plzeň ansässige Unternehmen Škoda Transportation scheiterte bei der Neubewertung der Angebote im Herbst dieses Jahres. Die Bewertungsgremien haben damals und heute wieder denselben Sieger ermittelt. Es ist nicht klar, ob Škoda zum jetzigen Zeitpunkt erneut in Berufung gehen wird.

Der Gewinner hat sich zur Lieferung von Zweiwegezügen mit einer Gesamtkapazität von 236 Sitzen verpflichtet, von denen 64 Sitzplätze sein werden. Es handelt sich um dreiteilige Züge mit fünf Türen, die als Kombinationszüge ausgeführt werden sollen. Die Türen an den Enden der Wagen sind einflügelig, die übrigen Türen sind zweiflügelig. Die Straßenbahnen sind komplett niederflurig und basieren auf der Entwicklungsreihe Twist, die PESA 2012 eingeführt hat.

In der Ostslowakei sollen Maschinen mit der Bezeichnung Nový Twist in Betrieb gehen. Košice wird einer der ersten Nutzer sein. Laut Piotr Szarafinski, verantwortlich für den Straßenbahnvertrieb bei PESA, ermöglicht die Konstruktion der Straßenbahn, dass bis zu acht der 16 Sitze oberhalb des Fahrgestells vom Niederflurbereich aus zugänglich sind. "Diese Lösung erhöht den Komfort erheblich, insbesondere für ältere Fahrgäste oder Fahrgäste mit Mobilitätsproblemen", so Szarafinsky weiter. Er bezeichnete das Vorgehen von Skoda als absichtliche Obstruktion.
Einer der letzten Straßenbahnkäufe im Jahr 2013 verlief in Košice ebenfalls nicht unumstritten. Zu dieser Zeit kaufte der DPMK Straßenbahnen des Typs Vario LF2+. Die Ausschreibung wurde von Pragoimex gewonnen, das die Anforderungen zu 100 Prozent erfüllte. Der zweite Platz ging an Pars Nova und der letzte Platz an die spanische CAF. Der Preis für eine Straßenbahn betrug rund 1,8 Millionen Euro. Das war das Dreifache des Preises für den Vario LF, den der DPMK 2011 gekauft hatte. Der Server sme.sk wies auch darauf hin, dass der 22 Meter lange Vario LF2+ nicht einmal in das frühere Depot in Košice passen würde, das für die Wartung solcher Straßenbahnen nicht ausgerüstet ist.

https://zdopravy.cz/polska-pesa-znovu-po...aje-99525/
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#2
Wie auf https://imhd.sk/ke/doc/sk/21240/%C5%A0ko...3%A1mietky ausführlich dargestellt wird, hört Škoda nicht auf, immer neue Einwendungen einzureichen, zuletzt am 23.12.2021.
Beim 1. Einspruch wurde u.a. erfolgreich gefordert, das Punkte-Bewertungssystem offen zu legen.
Argumentiert wird u.a., dass in den PESA-Straßenbahnen die niederflurigen Sitze nur über eine Trittstufe zu erreichen seien, dass PESA den hohen Anstieg der Materialpreise auf dem Weltmarkt nicht berücksichtigt habe und die Wartungskosten von Škoda niedriger angeboten wurden.
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