ZSSK will über kostenloses Zugfahren diskutieren
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Bratislava, 9. Juni (TASR) – Das kostenlose Zugfahren könnte eingeschränkt werden. Dies wird von der Slowakischen Eisenbahngesellschaft (ZSSK) als eine der Maßnahmen zur Effektivitätssteigerung des Wirtschaftens vorgeschlagen. Sie weist darauf hin, dass die Haushaltsmittel nach der Pandemie noch begrenzter seien als in der Vergangenheit. Das Ministerium für Verkehr und Bau (MDV) der Slowakei hält die Eröffnung dieses Themas für legitim, es erwägt derzeit nicht, das kostenlose Zugfahren abzuschaffen.
Um eine positive wirtschaftliche Entwicklung beizubehalten, schlägt die ZSSK der Politik eine Reihe von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung vor. „Dazu gehören Beschränkungen des kostenlosen Fahrens, z.B. die Beschränkung bei Schülern auf die freie Fahrt vom Wohnort zur Schule oder eine einmalige Gebühr für die Ausstellung von ‚Freifahrt‘-Pässen. Alle unsere Vorschläge werden jetzt zwischen uns, dem Verkehrsministerium und dem Finanzministerium, diskutiert und es wäre verfrüht auf größere Details einzugehen", sagte ZSSK-Sprecher Tomáš Kováč gegenüber TASR.
Er fügte gleichzeitig hinzu, dass die Bedingungen der kostenlosen Zugfahrten von den Politikern und nicht von den Beförderern festgelegt werden. Laut Kováč umfasst die Regulierung des freien Reisens unendlich viele Möglichkeiten, deren gemeinsamer Nenner das Geld ist, das die EVus als Entschädigung für entgangene Umsätze oder eine Kapazitätserhöhung erhalten. "Niemand zahlt den vollen Fahrpreis im Zug, außer für IC-Züge, die vom kostenlosen Verkehr ausgeschlossen sind", fügte der ZSSK-Sprecher hinzu.
Das Verkehrsministerium betont, dass es derzeit nicht erwägt, kostenloses Zugfahren  abzuschaffen. "Allerdings muss offen gesagt werden, dass die kostenlose Beförderung für Studenten und Rentner nicht buchstäblich kostenlos ist, für die ZSSK bedeutet dies einen Umsatzverlust in Höhe von 30 Millionen Euro pro Jahr", sagte der MDV-Sprecher Ivan Rudolf gegenüber TASR. Daher sei es seiner Meinung nach wichtig, in den Diskussionen um die Wirtschaftlichkeit der ZSSK und die Aufstellung des Haushaltsplans zu diskutieren, ob diese Maßnahme vom Staat vergütet wird oder beim Thema der Wirtschaftlichkeit der ZSSK beachtet wird.
Die ZSSK bietet seit November 2014 aufgrund eines Regierungsbeschlusses kostenlose Beförderungen für ausgewählte Bevölkerungsgruppen an. Auftraggeber ist das Verkehrsministerium. Die ZSSK sieht in der Einführung des kostenlosen Verkehrs einen enormen Impuls für Investitionen in das umweltfreundlichste Verkehrsmittel nach Jahren der Bevorzugung von Autobahnen. Das Reisen mit der Bahn ist laut Kováč breiteren Bevölkerungsschichten näher gekommen. „Außerdem hat die Einführung der kostenlosen Beförderung zu einer erhöhten Nachfrage nach Platzkarten und 1.Klasse-Fahrkarten und damit zu einer Umsatzsteigerung geführt. Wir bewerten dies daher positiv“, sagte er.
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