Was zu den neuen Wendezügen und Gepflogenheiten (m. 1 Link)
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Guten Nachmittag werte Leser,

die neuen Produkte könnten interessante Entwicklungen nehmen - Beitrag vom heutigen 09.06. - "Die Region Mährisch-Schlesien wählt aus, wer die Doppelstockgarnituren der ČD betreiben wird".

Der Wettbewerb ist eine Bedingung der europäischen Zuwendungen für den Kauf der Doppelstockgarnituren.

Die Züge zwischen Ostrava und Frenštát pod Radhoštěm könnte ab Ende es Jahres 2023 ein anderer Betreiber als die ČD betreiben. Und das auch mit den Fahrzeugen, die jetzt der ČD gehören.

Die Region Mährisch-Schlesien hat den Wettbewerb für den vierjährigen Betrieb der Züge der Linie S6 ausgeschrieben, und auch wenn es sich teilweise nur um eine Formalität handeln kann, das Angebotsverfahren ist eine Bedingung der europäischen Zuwendungen für die Beschaffung der neuen Garnituren des Wendezugtyps für diese Strecke.

Den Auftrag hat die Region auf ihrem Vergabeprofil veröffentlicht. Er gilt für 4 Jahre, somit bis zu der Zeit, bis die Strecke elektrifiziert ist. Bis zu dieser Zeit sollten weiter Dieselloks die Garnituren ziehen oder schieben. Der geschätzte Preis des Auftrags für die 4 Jahre beträgt 810 Mio. Kronen.

Ein Vertrag bis Ende 2023

Die Region hat mit der ČD, die noch dieses Jahr auf der Linie die neuen Doppelstockgarnituren einsetzen wird, einen Vertrag für den Betrieb auf dieser Strecke bis Ende des Jahres 2023. Deren Kauf finanziert man aus dem Operativen Programm Verkehr, das aber gleichzeitig die Bedingung hatte, dass der Betrieb mit diesen Zügen bis zum Jahr 2023 ohne Wettbewerb gewährleistet werden kann, dann bereits auf Basis eines Wettbewerbs. Der jährliche Leistungsumfang beträgt 750 Zug-km jährlich.

Ggüb. anderen Wettbewerben für die Betreiber hat das Angebotsverfahren in der Region Mährisch-Schlesien eine grundlegende Spezifik. Die Region gibt in ihm schon genau an, welche konkreten Züge auf der Strecke fahren werden. „Der Vergeber macht die Teilnehmer darauf aufmerksam, dass die zur Erfüllung dieses öffentlichen Auftrags genutzten Fahrzeuge (nicht angetriebene Wendezugeinheiten) verpflichtend vom vorhergehenden Betreiber zu erwerben sind,“ gibt man in der Dokumentation an. Wenn ein anderer Betreiber gewinnt als die ČD, muss er sie von der ČD zu vorher festgelegten Bedingungen abkaufen. Grund ist gerade die europäische Zuwendung. Ein ähnliches Modell plant die Region Liberec bei der Isergebirgsbahn, wo sie die Fahrzeuge aber in ihr Eigentum übernehmen (frei) will. Die Region Region Mährisch-Schlesien merkte an, dass an dem Betriebskomplex schon früher Leo Express Interesse bekundet hat.

Die neuen Doppelstockwendezüge (zusammengefasst) sind die ersten in Tschechien, die, gebildet aus einem Steuerwagen und zwei Zwischenwagen mit einer Kapazität von bis zu 356 Plätzen, fahren werden. Škoda Vagonka liefert deren insgesamt 5, ihre Zulassung läuft, in den Betrieb eingespult (frei) sollen sie Ende des Jahres. Die Kombination der 3 wagen (inkl. des einen Steuerwagens) wird im Betrieb eine Lok der Reihe 750.7 (Brille) ergänzen.

Es handelt sich um Dreiwagengarnituren, die u.a. ausgerüstet sein werden mit Klimatisierung, wifi, Steckdosen, Ski-Halter und barrierefreiem Zugang. Die ČD hat die Garnituren für die Strecke von Ostrava nach Frenštát pod Radhoštěm bestellt, der Auftrag hat ein Volumen von 1 Mrd. Kronen. Die Wendezüge für die Region Mährisch-Schlesien gehen aus dem Konzept der Züge hervor, die Škoda für die DB fertigte.


Link zu Zdopravy

Grüße vom

Prellbock
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