Abrissbirne beim Netz (m. 1 Link)
#1
Guten Vormittag werte Leser,

da möchte jemand klar Schiff machen - Beitrag vom heutigen 23.12. - "Wir reißen es einfach ab. Die SŽ veröffentlichte eine Liste von 74 weiteren Gebäuden zum Abriss".

Nicht genutzte Gebäude sollen zu Boden gehen ("dem Erdboden gleich gemacht werden"?), im Abrissverzeichnis stehen z.B. auch erhaltene Wärterhäuschen.

Die Welle der Abrisse von Bahnobjekten wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Die SŽ veröffentlichte eine weitere Liste von Objekten, die abgerissen werden (bissel frei). Nach dem schon früher ausgeschriebenen Auftrag zum Abriss von Gebäuden in der Verwaltung der Regionaldirektion in Plzeň sucht sie eine Firma, die die Beseitigung von Gebäuden im Gebiet der Direktion Hradec Králové einschätzt(?).

Bestandteil des Auftrags ist das komplette Verzeichnis der Gebäude, die abgerissen werden (bissel frei). Es handelt sich um insgesamt 66 Gebäude in Obhut der Direktion Hradec Králové, im Falle der Direktion Plzeň um 8 Gebäude.

"Die Objekte sind leer und nicht weiter verwendbar. Der meisten ausgewählten Objekte sind nicht mehr genutzte Stellwerke, Weichenposten, Wärterhäuschen in schlechtem bautechnischem Zustand, mit unzureichenden oder fehlenden Versorgungsnetzen, oft in nächster Nähe zur Bahn, ggf. mit einem problematischen Zugang," gab die Sprecherin der SŽ, Nela Friebová, an. Laut ihr behindern einige Objekte die perspektivischen Investitionen der SŽ.

In der Liste gibt es aber auch Häuser in erhaltenem Zustand. Z.B. das Wärterhäuschen an der Strecke von Letohrad nach Lichkov, das nach Bildern relativ neue Kunststofffenster hat. Für die SŽ ist es oft das einfachere Vorgehen die Häuser abzureißen, als über den Verkauf zu verhandeln: diesen muss dann die Regierung genehmigen. Im Verzeichnis ist nirgendwo ein Grund angegeben, warum man das Gebäude abreißen wird oder ob es z.B. zum Verkauf angeboten wird. Die SŽ wird so anstelle für den Verkauf zu kassieren, noch für den Abriss zahlen müssen.

Die Bemühungen der SŽ einige Bahngebäude um jeden Preis abzureißen, stoßen gelegentlich auf erfolgreichen Widerstand. Der vorläufig letzte Fall ist der Bahnhof in Chotyně, wo es der Gemeinde gelang die Erhaltung mit dem Eintrag als Kulturdenkmal zu erreichen.

Interessenten für das Einreichen eines Angebotes im Wettbewerb haben nicht viel Zeit: der Abgabetermin ist der 07.01.

Verzeichnis der Gebäude zum Abriss

Regionaldirektion Hradec Králové

Blešno – WC-Objekt
Bohuslavice nad Metují – WC
Česká Metuje – WC
Předměřice nad Labem – WC
Káranice – WC
Újezd u Chocně – WC-Objekt
Roztoky u Jilemnice – WC
Hostinné – WC
Bělá u Staré Paky – Wärterhäuschen čp. 121
Malé Svatoňovice – Gebäude TO
Václavice Stellwerk I
Václavice Stellwerk II
Valdov – Wärterhäuschen č. 44
Bělá pod Bezdězem – Güterschuppen TO
Machnín – Güterschuppen
Černousy – Wärterhäuschen č.p. 49
Libuň – Weichenposten č. 1
Višňová – Weichenposten  č. 1
Zákupy – Weichenposten  č. I
Zákupy – Weichenposten  č. II
Mladá Boleslav, Podlázky – Wärterhäuschen č.p. 60
Mladá Boleslav, Debř – Wärterhäuschen č.p. 30
Veselá – Wärterhäuschen  č.p. 62
Železný Brod – Wärterhäuschen  čp. 620
Železný Brod – Weichenposten  č.1
Lučany nad Nisou – Wärterhäuschen  čp. 514 (ehemalige Haltestelle Dolní Lučany)
Rádlo – Holzschuppen (neben dem Gebäude der Haltestelle)
Třebovice – Wärterhäuschen čp. 198
Slatiňany – Stellwerk 2
Chudonice – Wärterhäuschen  č. 20
Jičín – Verwaltunsggebäude (neben dem Empfangsgebäude)
Káranice – Stellwerk
Kostelec nad Orlicí město – Wärterhäuschen 39
Převýšov – Sozialgebäude
Sobčice – Warteraum
Zachrašťany – Schrankenposten
Náchod – Stellwerk II
Zvole – Wärterhäuschen č. 7
Meziměstí – Weichenposten č.1
Meziměstí – Weichenposten II
Královec – Stellwerk I
Rychnovek – Blockstelle
Nová Paka – Weichenposten č.1
Nová Paka - Weichenposten und Wohnung
Stará Paka – Weichenposten č.1
Lovčice – Empfangsgebäude (ehemliges)
Čestice – Wärterhäuschen
Černčice
Úštěk – Wärterhäuschen  č.p. 109
Moravský Karlov –  Gebäude der Haltestelle
Nectava – Gebäude der Haltestelle
Jevíčko – Gebäude der Haltestelle
Prostřední Lipka – Gebäude der Haltestelle
Bílá Voda – Güterschuppen
Květná – Wärterhäuschen  čp. 94
Štíty – Güterschuppen
Kunčina – Güterschuppen
Bezpráví – Wärterhäuschen  čp. 54
Litomyšl – Lokschuppen (?)
Letohrad – Wärterhäuschen  čp. 97
Lanšperk – Gebäude der Haltestelle
Bylany – Güterschuppen
Heřmanův Městec – Stellwerk č. 1
Raná – Betriebsgebäude
Řečany nad Labem – Trafo-Station
Turnov, Daliměřice – Wärterhäuschen  č.38
Řečany nad Labem – Einspeisestation


Regionaldirektion Plzeň

(einige Objekte sind schon abgerissen)
Bavorov – WC-Objekt
Bělčice – Empfangsgebäude
Holýšov – Stellwerk 1
Zdemyslice – Wärterhäuschen
Vlastec – Kohlelager
Velký Bor – Wärterhäuschen
Sušice – Stellwerk 1



Link zu Zdopravy

Grüße vom

Prellbock
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#2
Könnten die Admins/Moderatoren diesen Beitrag bitte in die Kategorie "wichtig" markieren? Das könnte als gute (oder eher tragische) Anleitung für die nächsten Reisen dienen.
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#3
Das Heizhaus Litomyšl bleibt, nur nicht mehr benötigte Anbauten werden abgerissen : https://zdopravy.cz/sprava-zeleznic-zach...sli-74984/
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#4
EG Řetenice vor dem Abriss : https://www.k-report.net/discus/obrazky/...410825.jpg
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#5
Noch was zu den Gebäuden an der Strecke Olomouc - Opava :

Stationen, die schon die Monarchie erlebt haben, haben eine größere Chance auf ihre Rettung

Sich verdient gemacht habende Bahnhofsgebäude auf der historischen Strecke von Olomouc nach Opava, aber auch anderswo, die ursprünglich zum Abriss bestimmt waren, erhielten eine neue Chance, gerettet zu werden. Unter dem Druck von Verbänden und Politikern hat die Eisenbahnverwaltung zugestimmt, vor dem Abriss weitere potenzielle Interessenten zu kontaktieren.
Das Gebäude des Bahnhofs in Hrubá Voda ist in einem schlechten Zustand. Es wurde 2018 vom Geschäftsmann Michal Svák gekauft und er plant, bis zu 20 Millionen Kronen in seine Rettung zu investieren. | Foto: Miloslav Jančík, MF DNES
"Wir haben vereinbart, dass als unnötig gekennzeichnete Gebäude besser auf dem Immobilienmarkt angeboten werden. Die Angebotszeit wird ebenfalls verlängert. Während sie heute drei Monate angeboten werden, wird es jetzt ein halbes Jahr sein ", sagte Marian Jurečka, Mitglied der Region Olomouc und Vorsitzender der KDU-ČSL, der mit der Leitung der Eisenbahnverwaltung und dem Verkehrsministerium auf Veranlassung der Bewegung Regenbogen verhandelte.
Gerade die Umweltaktivisten versuchen, zumindest einige der Gebäude der 150 Jahre alten eingleisigen Strecke zu retten, die durch das Bystřice-Flusstal nach Krnov und Opava führt.
Es gibt Dutzende ähnlicher Fälle im ganzen Land. Daher wird die Eisenbahnverwaltung nicht nur die Gemeinden und Städte, auf deren Territorium sich die Gebäude befinden, sondern auch lokale Aktionsgruppen über mögliche Verkäufe unnötiger Gebäude informieren.
"Es sind nicht nur lokale Vertreter beteiligt, sondern auch die Geschäftswelt und gemeinnützige Organisationen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand aus dem Nichtregierungssektor oder der Gemeinde selbst für das Gebäude interessiert. Es muss nicht abgerissen werden und wird zum Beispiel von Pfadfindern benutzt", fügte Jurečka hinzu.
Die Eisenbahnverwaltung bestätigte die Änderungen. "Die Aktualisierung bestehender Verfahren wird darin bestehen, die Kommunikation zu intensivieren, die Qualität der Förderung von Vermögenswerten zur Veräußerung durch öffentliche Ausschreibungen zu verbessern und die Tätigkeit der Eisenbahnverwaltung bei der Suche nach zur Verfügung stehenden Vermögenswerten zu erhöhen", sagte Radka Pistoriusová, die Pressesprecherin des staatlichen Unternehmens.
"Gleichzeitig haben die Vorbereitungen für die Ausweitung der Methoden zum Verkauf von Vermögenswerten durch eine Ausschreibung über ein vom Staat garantiertes elektronisches System begonnen", fügte sie hinzu.

Der Abriss droht auch Stationen , die an die Monarchie erinnern

Zum Beispiel begrüßte der Bürgermeister von Velká Bystřice in der Region Olomouc, Marek Pazdera, die Nachricht über die Änderung der Vorgehensweise. Der örtliche Bahnhof, der sich ebenfalls an der Strecke Olomouc - Opava befindet, steht derzeit nicht auf der Liste der abzureißenden Gebäude, aber seine Zukunft ist nicht ganz klar.
Die Stadt hat ein klares Interesse an der Nutzung des Gebäudes. "In unserem Städtchen sind sehr viele aktive Vereine, wobei einige Vereine nicht wissen, wo sie sich treffen können. Wir können uns vorstellen, dass zum Beispiel drei Klubs im Bahnhofsgebäude errichtet werden ", sagte Pazdera.
Ihm zufolge könnte der Verkehrsspielplatz, den die Stadt vor dem Bahnhof bauen will, auch Einrichtungen im Gebäude haben. "Vor ungefähr fünf Jahren plante die damalige Eisenbahnverwaltung die Renovierung des Bahnhofs. Jetzt sieht es nur noch nach einer kleinen Reparatur aus, die zumindest den Zustand erhalten würde. Eine der früheren Überlegungen war, dass das Gebäude abgerissen würde und an seiner Stelle nur ein Unterstand gebaut werden sollte. Das wäre schade, seine Verwendung ist definitiv ein Thema für uns ", erklärte der Bürgermeister.
Vom Abriss hingegen werden bald die Stationen in Dětřichov nad Bystřicí oder Valšov auf derselben Strecke bedroht sein, und Gebäude in Moravský Beroun oder Domašov nad Bystřicí werden ebenfalls teilweise abgerissen und umgebaut.
Die Eisenbahnverwaltung hat die Frage von MF DNES noch nicht beantwortet, ob die Änderung der Verfahren diese Pläne stoppen wird. Vertreter der Regenbogenbewegung behaupten jedoch, dass das Unternehmen ihren diesbezüglichen Wünschen nicht entgegen gekommen sei.
"Wir haben vorgeschlagen, Abbruch- und Wiederaufbauprojekte zu stoppen und sie erneut und ordnungsgemäß durchzuführen. Aber wir wurden nicht gehört ", sagte Ivo Dokoupil, Vorsitzender der Jeseníky-Regenbogenbewegung.
"Neue Gebäude werden hier noch fünfzig oder hundert Jahre stehen. Gleichzeitig plant die Eisenbahnverwaltung den Bau vorgefertigter Haltestellen auf Kosten der Vernichtung kulturellen Erbes. Immerhin wurden einige Stationen vor 150 Jahren eingerichtet ", argumentiert Dokoupil.

Nicht überall sind die Einheimischen daran interessiert, den Bahnhof zu retten

Die  Aktivisten, mit denen staatliche Denkmalsschützer in vielen Fällen einverstanden sind, versuchen immer noch vergeblich, das Gebäude in Dětřichov zu übertragen bekommen, wollen aber auch den Abriss an anderen Bahnhöfen verhindern. In Moravský Beroun stoßen sie beispielsweise allerdings auf Widerstand des örtlichen Rathauses.
Wie der Bürgermeister Tomáš Feranec früher sagte, wird es in der Stadt niemanden geben, der versuchen würde, den bestehenden Bahnhof im lokalen Teil von Ondrášov zu retten. „Das Gebäude befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Die Öffentlichkeit freut sich bereits auf den Umbau ", sagte Feranec.
Die Eisenbahnverwaltung plant daher weiterhin, den zweiten Stock und die Seitenflügel des Versandgebäudes für etwa 32 Millionen Kronen abzureißen, dann im Mittelteil ein neues Dach zu errichten, Fenster und Türen auszutauschen und schließlich das gesamte Gebäude zu isolieren.
Bisher hat nur der Bahnhof in Hrubá Voda die Gewissheit, dass er in seiner ursprünglichen Form erhalten bleibt. Das Gebäude wurde kürzlich von einem privaten Eigentümer gekauft, der ihm die Atmosphäre der 1930er Jahre zurückgeben möchte. Verbände und Kommunen können sich ähnliche Investitionen jedoch nicht leisten, weshalb der Vorsitzende der Volkspartei, Jurečka, eine Gesetzesänderung anstreben will.
"Wir möchten, dass das Staatseigentumsgesetz und einige andere damit zusammenhängende Gesetze die Übertragung von Bahnhofsgebäuden erleichtern. Leider endet heute trotz der Tatsache, dass sie für soziale Zwecke verwendet werden könnten, alles daran, dass eine unentgeltliche Übertragung fast unmöglich ist, und unter Standardbedingungen, das heißt im Wettbewerb um das höchste Gebot, werden Verbände und andere Organisationen sie nicht bekommen ", schloss er .

    Quelle: https://www.idnes.cz/olomouc/zpravy/nadr...zpravy_dik
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#6
Genau 1.236 Menschen äußerten ihre Ablehnung des geplanten Abrisses des Bahnhofs im Stil der Ersten Republik in Převýšov in der Region Hradec Králové mit der Unterzeichnung einer Petition. Die Eisenbahnverwaltung plant, das Bahnhofsgebäude im Rahmen der Modernisierung der Eisenbahnlinie zwischen Velký Osek und Chlumec nad Cidlinou zu entfernen, was die Reisezeit verkürzen soll. Die Petenten fordern eine Anpassung der Pläne. Ihnen zufolge würde die Verzögerung auf der neuen Strecke nur einige Sekunden betragen.
Innerhalb eines Monats gelang es den Autoren der Petition gegen den Abriss des Bahnhofsgebäudes, um ein Vielfaches mehr Unterschriften zu sammeln als die Einwohnerzahl von Převýšov beträgt. Laut den Einheimischen ist das Bahnhofsgebäude von 1932 ein architektonisches Wahrzeichen des Dorfes.
"Dieses Gebäude des Bahnhofs in Převýšov ist ohne Zweifel das Schönste und Nützlichste, was die Geschichte der Eisenbahn zu dieser Zeit ins Dorf gebracht hat. Die Einheimischen waren und sind zu Recht stolz darauf. Und das sind nicht nur die Einheimischen, denn wir hören oft, dass wir einen der schönsten Bahnhöfe im Land haben, und deshalb haben wir eine große Unterstützung von Bürgern aus der weiteren Umgebung und verschiedenen Regionen erhalten", sagt der Vorsitzende des Petitionsausschusses Ladislav Steklý. Er betont, dass er die Modernisierung der Strecke definitiv nicht blockieren, sondern einen Kompromiss mit der Eisenbahnverwaltung (SŽ) aushandeln will. Das Petitionskomitee wird vom Gemeinderat, dem Denkmalinstitut oder der Senatorin Miluše Horská unterstützt.
Die SŽ lehnt Verhandlungen nicht ab. Den Menschen in Převýšov wurde eine öffentliche Anhörung versprochen, die in der Gemeinde stattfinden soll, sobald die Maßnahmen gegen die Pandemie dies zulassen. Ursprünglich gab es sieben Varianten der Streckenführung um Převýšov. Aufgrund des Eingriffs in das Naturdenkmal Víno oder die Auen des Flusses Cidlina musste die SŽ jedoch fünf eliminieren. Von den beiden anderen bevorzugt sie die A5-Variante, die eine höhere Geschwindigkeit als die A4-Variante ermöglicht. Sie plant jedoch, das Bahnhofsgebäude abzureißen. Die Petenten fordern eine Änderung dieser Variante.
"Es wäre nur eine Änderung in der Größenordnung von wenigen Sekunden, die es wert ist, das schöne dominante geschichtsträchtige Gebäude zu erhalten", sagt Steklý. Die SŽ hat sich mit der Petition bereits vertraut gemacht und bereitet ein Treffen mit den Petenten vor. Aber es sieht nicht nach einer Änderung der Pläne aus. "Derzeit wird die Dokumentation für den Flächennutzungsplan vorbereitet, und es ist geplant, einen Entwurf dieser Dokumentation an die betroffenen Stellen wie Betreiber technischer Infrastrukturen, staatliche Verwaltungsbehörden oder territoriale Selbstverwaltungseinheiten zu senden", schrieb die SŽ-Sprecherin Nela Friebová an unsere Zeitung.
Die Organisation ist etwas überrascht von der Haltung der Einwohner von Převýšov. Über den möglichen Abriss hat die SŽ die Gemeinde angeblich bereits im Oktober 2018 informiert, die Gemeinde hat sich zum Projekt letztes Jahr auch als Teilnehmer am Umweltverträglichkeits-Prozess nicht geäußert.

Schwierige Situation der Mieter

Der Abriss des Bahnhofsgebäudes würde nicht nur Liebhaber der Architektur der Ersten Republik betreffen, sondern auch ein Problem für mehrere Familien sein, die in vier Wohnungen in dem Gebäude leben. Die Mieter wandten sich mit einem gemeinsamen Brief an die SŽ. Darin bitten sie um Verständnis für ihre schwierige Situation und erinnern an die hohen Preise für kommerzielle Mieten.
"Deshalb schätzen wir die Preisverhältnisse der aktuellen Mieten im Gebäude sehr und dies ist einer der Hauptgründe für unser glückliches Leben in einem Gebäude, das nicht abgerissen werden sollte. Wir können nirgendwo hinziehen, wir haben einige kleine Kinder und wirtschaftlich können es sich die meisten von uns nicht leisten, exorbitante Mieten zu zahlen ", heißt es in dem Brief. Die SŽ plant nur eine kleine Haltestelle anstelle des Bahnhofsgebäudes.
"Aufgrund der Häufigkeit der Fahrgäste (ca. 40 Fahrgäste pro Tag) wird eine Haltestelle am Standort des bestehenden Bahnhofs vorgeschlagen, einschließlich eines barrierefreien Zugangs in Form einer Unterführung und Unterständen", sagte die Sprecherin der SŽ.
Quelle: https://www.denik.cz/regiony/foto-lide-b...10503.html
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#7
Brick 
Die Abbrucharbeiten begannen in Dětřichov nad Bystřicí, in Moravský Beroun und an anderen Bahnhöfen. Das Kulturministerium lehnte den Vorschlag ab, den Bahnhof Dětřichov aus dem Jahre 1872 zum Kulturdenkmal zu erklären. Dank dessen kam im Mai eine Abbruchfirma hierher.
Die Eisenbahnverwaltung setzte den kostspieligen Abriss des historischen Bahnhofs für 6,2 Millionen Kronen durch, um in Dětřichov Platz für einen neuen Parkplatz so nahe wie möglich an den Gleisen zu schaffen.

Einen Bahnhof verschenken? Besser abreißen

Das Verkehrsministerium unter der Leitung von Dan Ťok hatte ein Konzept ausgearbeitet, das die Reduzierung nicht genutzter Bahnhofsgebäude durch umfassenden Abriss vorsieht. Das Gesetz ist so kompliziert, dass es nur selten gelingt, nicht benötigte staatliche Stationen an Kommunen, Bahnhofsmieter oder Vereine zu übertragen.
Dem Abriss wird Vorrang eingeräumt, obwohl die Kosten mit denen der Rekonstruktion vergleichbar sind. Das Verschenken oder der Verkauf nicht benötigter Stationen ist am billigsten, aber die Gesetzgebung erlaubt solche Lösungen nur in Ausnahmefällen, die von der Regierung genehmigt wurden.

Fünf Verbände wandten sich an das Kulturministerium

Fünf Verbände, die sich bemühen, historisch wertvolle und gut erhaltene Bahnhöfe zu retten, wandten sich an den Kulturminister Lubomír Zaorálek, um einzugreifen. Sie riefen ihn auf, Verhandlungen mit dem Verkehrsministerium aufzunehmen, um das derzeitige System zu ändern.
Die Bewegung DUHA Jeseníky informierte über den Aufruf an den Kulturminister .
"Es ist offensichtlich, dass es ein rechtliches und systemisches Vakuum gibt, das dazu führt, dass viele Stationen liquidiert werden, ohne dass der Staat aktiv nach anderen Lösungen sucht, um sie zu nutzen. Die Bahnhofsgebäude enden somit aufgrund des mangelnden Interesses des Eigentümers, der Eisenbahnverwaltung,  wo der Staat nur zusieht. Deshalb haben wir den Kulturminister aufgefordert, Verhandlungen mit der Regierung über eine rechtliche Änderung aufzunehmen. Andernfalls verlieren wir als Staat die unersetzlichen kulturellen Werte, die mit dem Bau von Eisenbahnen im 19. Jahrhundert in unserem Gebiet verbunden waren", sagte Ivo Dokoupil von der DUHA Jeseníky-Bewegung.

BILDER AUS DER GESCHICHTE

Erinnern wir uns an die Atmosphäre der Station in den Archivbildern unseres Tageblatts. Regisseur Bohdan Sláma drehte einige Szenen des Films Wilde Bienen am Bahnhof:

Dětřichov: Unterkunft oder Parkplatz?

Die DUHA Jeseníky-Bewegung bat die Eisenbahnverwaltung vergeblich, den historischen Bahnhof in Dětřichov nad Bystřicí zu schenken und den Abriss zu vermeiden. Duha wollte den Bahnhof Detrichov als Basis für Touristen und Radfahrer mit Unterkunft nutzen. Besucher kommen hierher, um die Schönheiten des Niederen Gesenkes zu erleben.
Direkt hinter dem Bahnhof befindet sich die wichtigste europäische Wasserscheide des Schwarzen Meeres und der Ostsee. Bei Ausflügen in die Umgebung sehen Sie häufig die schneebedeckten Bergrücken des Altvater-Gebirges. Der Bahnhof ist von Natur umgeben und es gibt Wander- und Radwege zu beliebten Zielen.

Der Vorschlag zum Denkmalsschutz wurde nicht angenommen

Die Eisenbahnverwaltung bevorzugt den Abriss des historischen Bahnhofs, da sie einen Parkplatz in Dětřichov benötigt. Der Verein DUHA (=Regenbogen) scheiterte auch mit einem Vorschlag zum Denkmalsschutz des Bahnhofs Dětřichov.
"Die Station weist weder statische Mängel auf, noch wurden die Traversen oder Decken durch Tropfwasser beschädigt. Die Füllungen der Öffnungen, einschließlich des ursprünglichen Fahrkartenschalters, sind mit originalen Beschlägen versehen, d.h. Scharnieren, Vorhängen, Schildern, KLinken, Griffen, Steckern und Wirbeln. “ beschreibt der Verein den Zustand und die historischen Werte der Station, die für den Abriss bestimmt ist.

Ein Systemfehler?

Die Vereine sind davon überzeugt, dass dies ein Systemfehler ist, der zur Liquidierung kultureller Werte führt. Daher schlagen sie vor, die Gesetzgebung zu ändern, um die Übertragung nicht benötigter Gebäude an Verbände und Gemeinden zu erleichtern. Ihnen zufolge ist es auch notwendig, das Gesetz über Denkmäler zu ändern.
Die Terminologie der Eisenbahnverwaltung ist ebenfalls ein großes Problem. Zum Beispiel wird der Abriss eines historischen Gebäudes in Dětřichov auf dem Banner als "Rekonstruktion" präsentiert.

Abriss? Erneuerung?

Die Eisenbahnverwaltung verwendet normalerweise nicht den Begriff Demolierung oder Abriss eines Bahnhofs, wenn sie mit der Öffentlichkeit kommuniziert. Sie präsentiert ihre Investitionspläne als Modernisierung, Optimierung, Revitalisierung oder Erneuerung der Station.
"Allein in der mährisch-schlesischen Region werden wir uns auf vierzehn Gebäude konzentrieren. Zum Beispiel werden Bohumín, Opava West, Valšov, Jindřichov in Schlesien, Dětřichov nad Bystřicí, Kravaře, Děhylov, Kunčice pod Ondřejníkem, Louky nad Olší, Skrochovice, Studénka, Třemešná v Slesku erneuert" , gab im Januar 2021 in einer Pressemitteilung Jiří Svoboda, Generaldirektor der Eisenbahnverwaltung, an.

Quelle: https://fm.denik.cz/z-regionu/demolice-z...10530.html
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#8
(Vor 9 Stunden)wxdf schrieb: Die Eisenbahnverwaltung verwendet normalerweise nicht den Begriff Demolierung oder Abriss eines Bahnhofs, wenn sie mit der Öffentlichkeit kommuniziert. Sie präsentiert ihre Investitionspläne als Modernisierung, Optimierung, Revitalisierung oder Erneuerung der Station.
"Allein in der mährisch-schlesischen Region werden wir uns auf vierzehn Gebäude konzentrieren. Zum Beispiel werden Bohumín, Opava West, Valšov, Jindřichov in Schlesien, Dětřichov nad Bystřicí, Kravaře, Děhylov, Kunčice pod Ondřejníkem, Louky nad Olší, Skrochovice, Studénka, Třemešná v Slesku erneuert" , gab im Januar 2021 in einer Pressemitteilung Jiří Svoboda, Generaldirektor der Eisenbahnverwaltung, an.

Ahoj,

am hier ebenfalls genannten Bahnhof in Třemešná v Slesku haben, wie ich bei meinem letzten Besuch vor zwei Jahren erfahren habe, die ehrenamtlichen Eisenbahner der Slezské zemské dráhy o.p.s. Interesse, um das Empfangsgebäude museal zu nutzen. Kennt jemand den aktuellen Sachstand zu den Plänen für diesen Bahnhof?

Nebenbei: Laut Web-Seite plant der Verein den ersten Dampfzug in diesem Jahr am 3. Juli. Das bleibt ohne weitere Lockerung der Corona-Regeln wohl nur den Einheimischen vorbehalten, denn das 12-Stunden-Zeitfenster für Tagesausflüge würde allenfalls via Břeclav einen Besuch ermöglichen, sofern man standesgemäß auf dem Schienenweg anreisen möchte.
Dampflok

S přátelským pozdravem

Zamračená
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