Jubelmeldung der ZSSK zur Übernahme Bratislava - Komarno
#1
Information 
Falls unser Prellbock übersetzen mag : https://filehorst.de/d/dIcpHwxv

Bei Verspätung von 60 bis zu 119 min erhalten die Kunden 50 %, darüber hinaus 100 % des Fahrpreises zurück.
Gilt aber nicht bei Verspätungsgrund Selbstmörder oder Unfällen an Bahnübergängen Rolleyes
Gruß aus Weixdorf vom Bahnsteig
Seid nett zueinander  Heart
T
T
Zitieren
#2
Guten Vormittag werte Leser,

ich habe jetzt zwar nicht den "filenden Horst" besucht, widme mich aber einem anderen Artikel zum Thema - Beitrag vom 13.11. - "Die ZSSK fängt an Entschädigungen für Verspätungen in einer Höhe von 100% auch zwischen Bratislava und Komárno anzubieten".

Der Betreiber will mit dem Angebot zur Entschädigung die Leute aus den Autos in die Züge locken.

Die ZSSK beginnt ab dem neuen Fahrplan die Möglichkeit einer Kompensation in Höhe von bis zu 100% für eine Verspätung des Zuges auf weiteren Strecken anzubieten. Nach den kommerziellen Verbindungen der Kategorie IC und den Schnellzügen RR von Bratislava nach Žilina erweitert die ZSSK ihr Produkt "Supergarancia" auch auf einen Teil der Züge zwischen Bratislava und Komárno. Bei diesen beginnt sie ab 13.12. zu fahren, sie löst RegioJet ab.

Die Einführung der Kompensation gab die ZSSK in einer Pressemeldung bekannt. Das Geld für den Fahrpreis wird bei Zügen bei einer Verspätung aus jedwedem Grund mit Ausnahme von Personenschäden (bissel frei) auf der Gleisanlage oder von BÜ-Unfällen. Die Strecke gehört zu denen, wo es oft zu BÜ-Unfällen kommt: von 51 BÜ gibt es nur 8 mit Schranken und 17 mit Haltlichtanlage (frei).

"Das ist ein Schritt, von dem wir uns die weitere Glaubwürdigkeit (? das ist Google, weil nichts anderes gefunden und mir unbekannt) der Eisenbahn versprechen," sagte der Vorstandsvorsitzende der ZSSK, Filip Hlubocký, bei der Einführung der Entschädigung. Laut des Betreibers ist das Produkt finanziell nicht anspruchsvoll, es sit aber ein Beitrag aus Sicht des Marketings.

Laut Hlubocký ist der Fahrplan auf der Strecke zwischen Bratislava und Komárno gut ausgerichtet und wenn es nicht zu Außergewöhnlichem in Gestalt von BÜ-Unfällen kommt, so sollte es kein Problem sein, den Fahrplan einzuhalten. "Wir wollen die Reisenden motivieren, dass sie das Auto gegen den Zug eintauschen. Geld für die Zeit im Stau wird ihnen niemand zurück geben," fügte er hinzu. 

Entschädigung nur bei ausgewählten Zügen

Mit der Entschädigung rechnet man ab 60 Minuten Verspätung. Bis 2 Stunden erhält der Reisende die Hälfte zurück, über 2 Stunden 100% des Preises. Die Entschädigung wird nicht bei allen Verbindungen gelten, nur bei einem Teil von ihnen (Übersicht unten).

Die ZSSK versucht ihre Rückkehr auf die Strecke zwischen Bratislava und Komárno als Verbesserung für die Reisenden darzustellen, teilweise wird es aber zu einer Verschlechterung kommen. "Wir schenken reinen Wein ein. Auf der Strecke werden wir ab Dezember mit besseren Zügen fahren, als sie es ggw. sind, aber zu Betriebsbeginn mit schlechteren als im Jahre 2018," beschrieb es der Chef der ZSSK, Filip Hlubocký, im Blog für die Zeitung (unterstelle Schreibfehler) N. Bis zum Jahre 2018 hatte RegioJet ausschließlich niederflurige und klimatisierte Einheiten auf der Strecke, dann setzte er auch ältere Garnituren wegen der Erhöhung der Kapazität ein. Laut Hlubocký "arbeiten" die  ZSSK und auch die ÖBB "am Auftreiben besserer Garnituren".

Die Reisenden erwartet aber eine andere Verschlechterung. Die Züge werden weniger Kapazität haben. Der ZSSK fehlen Doppelstockwagen, die sich RegioJet aus Deutschland ran geholt hatte (bissel frei). "Wir können keine Garnituren mit 500 Sitzplätzen in der Spitze gewährleisten, sondern mit einer Kapazität von weniger als 400 Sitzplätzen," führte Hlubocký an. In jeder Garnitur wird es zumindest einen klimatisierten Wagen geben.

Zusammenarbeit der slowakischen und österreichischen Bahn

Zwischen Bratislava und Komárno werden zwei Typen von Garnituren fahren: eine mit der Lok Herkules (Reihe 2016) und zwei Wagen  Bdteer (ZSSK, mit Klimatisierung, Wifi), 2 (Zwischen-) Wagen Bmpz-I von den ÖBB und einem Steuerwagen Bmpz von den ÖBB. Die österreichischen Wagen ohne Klimatisierung erfüllen laut der ZSSK die qualitativen Anforderungen der Beförderung der Reisenden im Vorort- und Regionalverkehr. Ggw. fahren sie zwischen Wien und Bratislava. Die zweite Garnitur wird ein Zug, gezogen von einer Lok 754 der ZSSK und 2 klimatisierten Wagen Bdteer und 2 Wagen  Bdtmeer ohne Klimatisierung, sein.

Zwischen Dunajská Streda und Komárno wir die ZSSK dann 840er-Einheiten mit Klimatisierung und Vakuum-WC einsetzen. Sie werden aus dem Tatravorland verlagert, besonders von der Strecke Poprad-Tatry – Kežmarok – Stará Ľubovňa – Plaveč a Studený potok – Tatranská Lomnica. An ihrer Stelle setzt sie Einheiten 813 ein, erwägt aber auch den Einsatz der moderneren 813.1. Hlubocký gibt zu, dass es sich nicht um ein Verschieben zum besseren handelt. "Bei der Entscheidung zur Verwendung der Kapazität und Qualität der einzelnen Fahrzeuge entscheidet besonders deren Auslastung und die Gesamtanforderung der Gesellschaft (bissel frei), " sagte Hlubocký. Insgesamt sollen 60 - 70% der eingesetzten Kapazitäten mit Klimatisierung sein.

Die Strecke zwischen Bratislava und Komárno gehört zu den ausgelastetsten eingleisigen in Europa, RegioJet beförderte hier jährlich um die 4 Mio. Reisende. Das slowakische Verkehrsministerium ließ die Auswahl des Betreibers bis zum letzten Moment laufen, deshalb endete es letztlich bei der staatlichen Bahnen der Slowakei und Österreichs. Der Vertrag geht über 2 Jahre, dann sollte der Betrieb gemäß eines Zehnjahresvertrages im öffentlichen Wettbewerb beginnen. Ggüb. dem bestehenden Vertrag mit RegioJet soll der Betrieb jährlich um ca. 200.000 Euro billiger sein.

Wo wird die Möglichkeit der Entschädigung für Verspätung gelten
  • REX 1770 (Komárno 05:44 – Bratislava hl. st. 07:43)
  • REX 1771 (Bratislava hl. st. 15:13 – Komárno 17:28)
  • REX 1772 (Komárno 06:44 – Bratislava hl. st. 08:33)
  • REX 1773 (Bratislava hl. st. 16:13 – Komárno 18:17)
  • REX 1774 (Kvetoslavov 15:50 – Bratislava hl. st. 16:28)
  • REX 1776 (Kvetoslavov 16:50 – Bratislava hl. st. 17:28)
  • REX 17770 (Komárno 18:22 – Bratislava hl. st. 20:04)
  • Os 4300 (Dunajská Streda 03:57 – Bratislava hl. st. 04:57)
  • Os 4301 (Dunajská Streda 04:34 – Komárno 05:38)
  • Os 4302 (Komárno 03:30 – Bratislava hl. st. 05:38)
  • Os 4303 (Bratislava hl. st. 05:02 – Komárno 07:36)

Link zu Zdopravy

Grüße vom

Prellbock
Folgende Nutzer haben sich bei Prellbock für diesen Beitrag bedankt:
  • bahnsachse
Zitieren
#3
Hallo zusammen,

da sieht man mal, wie unterschiedlich sich die Bahnen in den beiden Nachfolgestaaten der Tschechoslowakei entwickelt haben. In der Slowakei ist es politisches Interesse, die Staatsbahn zu "hätscheln" und der staatliche Besteller akzeptiert "Grenzkostenangebote" mit Verschlechterung für den Kunden. Auf der anderen Seite spielt die Eisenbahn (nicht nur) außerhalb der Krajstadtregionen eine eher weniger bedeutende Rolle.

In Tschechien hingegen hat die Eisenbahn eine weitaus größere Bedeutung. Aber ich habe den Eindruck, daß die staatlichen Stellen ihre eigene Bahn "loswerden" wollen. Gleichzeitig spielt deren Unfähigkeit (auch aufgrund der vorgegebenen Rahmenbedingungen) "gute" (= Billigst-)Angebote abzugeben, in die Karten der politischen Akteure.

Ahoj
[Bild: auto.gif] erzeugt [Bild: smrt.gif]
Zitieren
#4
Tongue 
Auf https://www.vlaky.net/zeleznice/spravy/7...l=diskusia wird übrigens gelästert, dass die RJ-Tf mehr als die von der ZSSK verdienen und daher keine Ambitionen haben, ab Dezember auf der Strecke in ZSSK-Diensten zu fahren.
Die ZSSK musste daher Tf von Lokotrain CZ mieten Big Grin
Gruß aus Weixdorf vom Bahnsteig
Seid nett zueinander  Heart
T
T
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste